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Askja

Einsturzkrater und blauer Vulkankrater im Norden Islands

Askja ist ein 50 Quadratkilometer großer Einsturzkrater im abgelegenen Teil des zentralen isländischen Hochlands. Sein Name bezieht sich auf einen Komplex, eine Box, eine Kiste oder einen Karton und begründet sich dadurch, dass es einige solcher Krater in den Dyngufjöll-Bergen gibt. Die Berge entstanden während der Eruptionen unter einer Eiskappe während der Eiszeit. Askja formte sich etwas später während eines Ascheausbruchs zum Ende der letzten Eiszeit, wodurch das Dach der Magmakammer einstürzte.

Zum Askja-Krater gehören einige Vulkane, darunter Islands bekanntester Vulkan Víti, dessen Name ‚Hölle‘ bedeutet. Víti ist ein explosiver vulkanischer Krater, in dem sich Wasser gesammelt hat, das etwa 30°C warm ist. Deshalb wurde der Krater zu einer beliebten Badestelle, aber wir empfehlen ihn nur, wenn Sie sich vorher genau darüber informiert haben. Der Weg hinunter ist ebenfalls sehr rutschig, insbesondere bei nassem Wetter.

Wo liegt Askja?

GPS KOORDINATEN N65° 3′ 7.099″ W16° 42′ 37.091″
Askja liegt relativ abgelegen im Niemandsland des zentralen Hochlands über dem Gletscher Vatnajökull und ist nur während weniger Monate zugänglich.

Wie kommt man zum Askja?

Zu dem Vulkankrater zu gelangen ist, wie bereits erwähnt, nicht im Winter möglich. Aber sobald der Großteil des Schnees verschwunden ist, können Sie die Road 1 zur Road 901 nehmen und dann auf die Bergstraße F905 fahren (beachten Sie, dass das Befahren von F-Straßen für die meisten Mietwagen nicht erlaubt ist, weshalb eine geführte Tour besser sein kann) – aber von der F905 zur F910 und dann nach Drekagil. Ab Drekagil nehmen Sie die Bergstraße F894 und erreichen nach etwa 8 Kilometern den Parkplatz in Vikraborgir.

Wenn Sie nach einer weiteren Option suchen, dann können Sie die Bergstraße F88 runter von der Road 1 nehmen, über Herðabreiðarlindir nach Drekagil. Wenn Sie diese Straße nehmen, wird es Flussübergänge geben, jeweils über die Flüsse Grafarlandsá und Lindá. Diese Übergänge können insbesondere für kleine Fahrzeuge schwierig sein und dies ist wichtig zu wissen bevor Sie losfahren.

Vulkanausbruch von Askja

Askja Volcano

Vor seiner gigantischen Eruption, die am 29. März 1875 begann, war Askja so gut wie unbekannt. Der Aschefall war sehr stark, insbesondere in den nahen Fjorden im Osten, wo er das Land vergiftete und das Vieh tötete. Der Wind blies die Asche sogar den weiten Weg bis nach Norwegen und Schweden. Dieser Ausbruch war der Auslöser für die Auswanderungswelle aus Island, da die Landwirtschaft und das einfache Leben härter wurden. Die letzte Eruption von Askja war in 1961.

Askja und das Apollo-Programm

Zwei verschiedene Gruppen des Apollo Geology Field Research Teams kamen nach Island, die erste 1965 und die zweite 1967. Der Plan war ein Training für die Mondlandung und Island wurde als der perfekte Ort für diese Vorbereitung ausgewählt. Zuvor reisten die Gruppen nach Hawaii, zum Fran Canyon, nach Alaska und Arizona, aber jetzt war Island an der Reihe.

„Wir unternahmen eine der besten Exkursionen nach Island. Wenn Sie auf der Erde an einen Ort reisen wollen, an dem es wie auf dem Mond aussieht, dann sollte Zentralisland hoch oben auf Ihrer Liste stehen, da es wunderbar die vulkanische Geologie mit fast keiner Vegetation repräsentiert.“
-Dr. Elbert A. King, Geologe im Apollo-Programm

Da Askja in der Regenschattengegend im Nordosten des Vatnajökull-Gletschers liegt, beträgt der Niederschlag nur rund 450 Millimeter pro Jahr, was den Ort wunderbar trocken zum Üben machte, mit keinen Menschen weit und breit und einer wahrhaft mondähnlichen Landschaft. Die zweite Gruppe fokussierte sich ausschließlich auf diese Gegend, Drekagil, den See Mývatn und Askja.

“Einer der einprägsamten Touren war in die vulkanisch sehr aktive und extrem abgelegene Region von Askja, Island, im Juli 1967. Bekannt für ihre Vulkankrater, die als Calderas bekannt sind, verfügte dieses Gebiet über ein sehr steiniges Terrain mit schwarzem Vulkansand, einen großen See und heiße Quellen. Es war ein mysteriöser, surrealer Ort, der keinem Ort glich, den ich je während meiner Reisen gesehen hatte. Und weil wir im Sommer dort waren, schien die Sonne niemals unterzugehen.”
-Edgar Mitchell, Apollo 14 Astronaut

Askja und sein blauer See, Öskjuvatn

Askja Volcano

Öskjuvatn bedeutet wortwörtlich ‚See von Askja‘. Seine Oberfläche bedeckt etwa 11 Quadratkilometer und die Tiefe liegt bei 217 Metern, was ihn zum zweitgrößten See Islands nach der Jökulsárlón-Gletscherlagune macht. Der See liegt inmitten eines Kraters des Vulkans, den wir Askja nennen und dessen Wasser extrem türkisblau scheint, wodurch er wirklich unglaublich aussieht und ein tolles Fotomotiv darstellt.

Dreharbeiten am Askja, Hollywoodfilme, Musikvideos und Fernsehsendungen

Keine Filme, Fernsehsendungen oder Musikvideos wurden bisher in Askja gedreht. Dies kann daran liegen, dass dieser Ort als unsicher beurteilt wird oder auch aufgrund seiner schweren Zugänglichkeit. Oblivion ist der einzige Film, der bisher in dieser Gegend gedreht wurde.
Oblivion (2013): Der Film wurde am Hrossaborg-Krater in Nordost-Island gedreht.

Was sollte man nicht am Askja machen?

Askja Volcano, Iceland

In das Wasser laufen! Es gibt einen großen Grund, weshalb Sie diese nicht machen sollten. Bitte lesen Sie die Geschichte der verschwundenen Wissenschaftler.
Abfall! Es ist sehr wichtig, dass Sie keinen Abfall hinterlassen während Sie dieses abgelegene Paradies erkunden. Es ist extrem sauber und unberührt und wir würden dies gerne so belassen.

Die vermissten Wissenschaftler am See Askja

Am 10. Juli 1907 besuchten zwei deutsche Wissenschaftler, Walter von Knebel und Hans Spethmann, und der Maler Max Rudolf den Askja für Untersuchungen und Erkundungen am Vulkankrater. Nachdem Sie einige Tage in der Gegend verbracht hatten, entschieden sich Knebel und Rudolf, den See Öskjuvatn in einem kleinen Boot zu befahren während Spethmann seine Untersuchungen in den umliegenden Bergen fortsetzen sollte. Als der junge Spethmann am Abend zu den Zelten zurückkehrte, waren die anderen Männer nicht da.

Spethmann suchte fünf Tage lang nach seinen Reisegefährten, aber es gab keinerlei Hinweise auf seinen Verbleib oder auch nur etwas Glück. Sogar nachdem Hilfe eingetroffen hatte, fand man keine Spuren. Von Knebels Verlobte, Ina von Grumbkow, leitete die Suche nach ihnen, aber es gab keine Anhaltspunkte zum Verbleib der Männer und am Ende wurde der Fall geschlossen. Bevor Ina Askja verließ, errichtete Sie ein Denkmal, das auch heute noch im Nordosten steht und in dem sich ein Gästebuch befindet.

Am westlichen Teil des Sees befindet sich ein weiteres Denkmal, das der österreichische Geologe und Abenteurer Otto Woitsch errichtete und über den gesamten Vatnajökull-Gletscher getragen hatte. Während der Expedition musste er viele Hindernisse überwinden und die Erinnerungsplatte schließlich in Kreppuntunga zurücklassen; ein Trip, den er geradeso überlebte. 1951, ein Jahr später, brachte der isländische Bergsteiger Jón Sigurgeirsson frá Helluvaði die Erinnerungsplatte die letzten paar Meilen zu ihrem heutigen Standort. Einige Spekulationen besagten inzwischen, dass die Männer an diesem Ort starben.

Erst in 2014, nachdem die Auswirkungen eines Erdrutsches untersucht wurden, stellte man die Vermutung auf, dass die Wissenschaftler wahrscheinlich durch eine massive Welle getötet wurden, die etwa 30 Meter hoch gewesen sein soll.

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