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Nordlichter in Island

Alles, was Sie über die Aurora Borealis wissen müssen

Flackernde Vorhänge aus grünen, roten, gelben oder blauen Farbtönen tanzen am Nachthimmel. Die meisten Menschen, die je das Glück hatten die Nordlichter zu erleben, werden zustimmen, dass diese Aufführung von Mutter Natur einfach atemberaubend ist.

Sehen Sie sich unsere Auswahl an Nordlichttouren an.

Nordlichter gehören definitiv zu den spektakulärsten Lichtshows auf der Erde, die von der Natur kreiert werden. Sie sind tatsächlich ein schwer fassbares und magisches Phänomen. Wenn Sie sie zum ersten Mal am ganzen Himmel über Ihnen tanzen sehen und beobachten, wie sie ihre Farben und Formen innerhalb kurzer Abstände verändern, dann werden Sie verstehen, wovon wir reden.

 


Allgemeine Informationen

Jeder, der bereits die Chance hatte, die Nordlichter zu erleben, wird bestätigen können, dass diese spekatkuläre Lichtershow von Mutter Natur ein unfassbar magisches Phänomen ist, dass man sich nicht entgehen assen sollte.

Die Bedingungen für die Aurora Borealis müssen stimmen, um sie in ihrer ganzen Pracht zu erleben. Aber wenn Sie Glück haben, werden Sie flackernde Vorhänge in grünen, roten, gelben oder blauen Farben über den Nachthimmel tanzen sehen.

Jedes Jahr strömen Tausende Touristen nach Island, um die berühmten Lichter der Arktis zu sehen. Gewöhnlich kann man sie in vollkommener Dunkelheit entdecken. Es wird gesagt, dass die Lichter so hell sein können, dass man unter Ihnen bei Nacht seine Zeitung lesen kann.

Alles über die Nordlichter, als auch wie man diese in ihrer vollsten Pracht erleben kann, erfahren Sie im Nachfolgenden:

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Der wissenschaftliche Name für die Nordlichter ist lateinisch und lautet Aurora Borealis, was als ‚Dämmerung des Nordens‘ übersetzt werden kann.

In der Mythologie war Aurora eine römische Göttin der Dämmerung und Boreas steht für den griechischen Gott des Nordwindes.

Während des 13. Jahrhunders benutzten die Norweger den Namen „Nordlichter“ zum ersten Mal. Heute werden beide Namen, Aurora Borealis und Nordlichter, gleichermaßen für die beeindruckenden, bunten Lichter benutzt.

Northern Lights in Iceland

Da die Nordlichter ein so magisches Phänomen sind, ist es keine Überraschung, dass eine riesige Anzahl an Geschichten und Legenden über sie existieren.

Im Laufe der Jahre haben die Menschen den Lichtern viele verschiedene Geschichten und Bedeutungen zugeschrieben. In der fernen Vergangenheit wurden die Lichter als alles Mögliche angesehen. Dabei varriierten die Interprationen von tanzenden Geistern, die sich zum Licht von Gottes Königreichen bewegen bis hin zu einem Wettlauf böser Gestalten! Frühere Dokumentationen der Nordlichter reichem bis in die Steinzeit zurück. Dabei wurden Schnitzereien der Nordlichter in einer Höhle, die im heutigen Frankreich liegt, entdeckt.

Die Nordlichter bereiteteten den Menschen noch für viele Jahrtausende Kopfzerbrechen. Erst am Ende des 19. Jahrhunderts konnte man das Rätsel sieses großartugen Naturphänomens lösen.

Mithilfe seiner vielen Expeditionen durch Norwegen und darüber hinaus fand der Wissenschaftler Kristian Birkelund eine Erklärung für die Entstehung der Nordlichter. Bekanntermaßen war er auch der erste Mensch, der es schaffte, die Nordlichter mit der Kamera festzuhalten. Eine kurz zusammmengefasste Erklärung über die Entstehungsweise der Nordlichter kann unten gefunden werden.

Interessanterweise ist die Aurora nicht nur von der Erde aus zu sehen, sondern zeigt sich auch auf einigen anderen Planeten wie dem Jupiter. Kürzlich gab es wissenschaftliche Debatte darüber, ob die Nordlichter eigene Geräusche produzieren oder nicht, die unser menschliches Gehör nicht wahrnehmen kann. Jedoch bleibt dies bis zur Durchführung weiterer Forschungen eine Hypothese der Jury.

Myths about the Northern Lights


Um es kurz zusammenzufassen entstehen die Nordlichter durch den Zusammenstoß von Elektronen der Sonne mit verschiedenen Gasen in der Erdatmosphäre. Diese Kollision setzt Lichtteilchen frei, die wir dann von der Erde aus als Aurora wahrnehmen.

Im wissenschaftlichen Sinne entstehen Auroras durch die Sonnenaktivität und die Art wie diese mit dem Magnetfeld der Erde, das unseren Planen umgibt, interagiert. Zusätzlich dazu spielen die Sauerstoff- und Stickstoffgase, die in der Erdatmosphäre vorkommen, bei der Entstehung der wundervollen, farbenfrohen Lichtershow eine wichtige Rolle.

Sonnenpartikel (Elektronen und Protonen) bewegen sich die ganze Zeit auf die Erde zu und treffen auf das Magnetfeld der Erde. Aufgrund magnetischer Kräfte werden diese Sonnenpartikel entlang der schützenden Hülle der Erde entlang geleitet. Als Ergebnis dieses Vorganges erreichen die Partikel zwei ringförmige Regionen, die Auroraovale genannt werden.

Eins der Auroraovale befindet sich nahe des Nordpols, während das andere in der Nähe des Südpols liegt (siehe Bild unterhalb). Bei unterschiedlicher Sonnenaktivität variieren diese Regionen. Je größer die Aktivität, desto weiter ist die Region.

How do the Northern Lights happen

Beim Auftreten von Kreisläufen erhöhter Sonnenwinde, die als Sonneneruptionen bezeichnet werden, bewegt sich eine erhöhte Anzahl an Partikeln zwischen der Sonne und der Erde. Wenn diese unser Magnetfeld treffen, verändern sie dessen Form.

Die Magnetopause, die die Sonnenteilchen normalerweise davon abhält, in die Erdatmosphäre zu gelangen, bricht. Als Ergebnis dessen gelangt eine Vielzahl aufgeladener Partikel in die Erdatmosphäre und die Auroraovale interagieren mit den Gasen – Sauerstoff und Stickstoff.

Während sich die Gasmoleküle nach dem Aufladen durch die Sonnenpartikel erholen, wird Licht produziert. Wenn eine ausreichend große Anzahl an Zusammenstößen erfolgt, ist das Licht für uns als Aurora sichtbar. Der ganze Prozess ist in der Grafik unten veranschaulicht.

genau genommen, ist die Aurora ein Beweis dafür, dass Teilchen das Magnetfeld unseres Planeten beeinflussen. Dies ist natürliche eine sehr vereinfachte Erklärung des gesamten Vorgangs. Wenn Sie jedoch auf eine tiefgreifendere wissenschaftliche Erklärung aus sind, empfehlen wir, sich dieses Video anzusehen.


when to see the northern ligths

Was ist die beste Zeit, um die Nordlichter in Island zu sehen?

Die Nordlichtersaison startet Ende August und geht bis Mitte April. Die optimale Zeit, um die Nordlichter zu sehen ist Mitte September bis spät in den März. Dies sind die dunkelsten Monate und gleichzeitig die unvorhersehbarsten hinsichtlich vorherrschender Wetterverhältnisse, mit häufigen Regenfällen und Schneestürmen. Gehen Sie deshalb sicher, dass Sie Ihre Sightseeing-Tour dementsprechend planen!

Von Mitte April bis Mitte August ist es, bedingt durch Islands Lage auf einem äußerst hohen Breitengrad, nicht wirklich dunkel. In dieser Zeit ist die Chance, Nordlichter zu sehen, gleich null.

Als eines der 7 Weltwunder, wäre kein Ausflug nach Island ohne eine Jagd nach den Nordlichtern komplett. Also versuchen Sie mindestens sieben Nächte auf der Insel zu verbringen, um Ihre Chance zu erhöhen, die Lichter tatsächlich zu sehen.


Aufgrund der Unberrechenbarkeit der Natur ist es ratsam, die Wettervorhersahe täglich zu prüfen, nachdem Sie in Island gelandet sind. Hier können Sie die Vorhersage der Aurora Borealis für heute Nacht und die nächsten Tage sehen. Diese kann von großem Nutzen sein, um das Auftauchen der brillianten, aber schwer zu fassenden, Lichter vorherzusehen.

 


Nachdem Sie nun alles darüber wissen, wann die Nordlichter eher am Himmel auftauchen, ist es nun an der Zeit, mehr über die Orte zu erfahren, von denen man diese am besten sieht.

Kann man die Nordlichter in Reykjavík sehen?

Wie bereits erwähnt sind Dunkelhalt und eine winzige Menge an Lichtverschmutzung der Schlüssel, um die Nordlichter in all Ihrer Pracht zu sehen. Nichtsdestotrotz ist es möglich, diese von der Stadt aus zu entdecken. In Reykjavík gibt es einige abgelegene Plätze, die sich für eine spätabendliche Nordlichterbeobachtung perfekt anbieten.

  • Leuchtturm Grótta
    Der Leuchtturm Grótta ist möglicherweise in Reykjavík einer der besten Orte, um die Nordlichter zu sehen. Abgesehen von dem strahlenden Leuchtturm ist die Gegend, auch aufgrund der geringen Bevölkerungsdichte, nur äußerst dürftig beleuchtet. Mit Blick auf das Meer, bietet der Leuchtturm überwältigende Aussichten und ist ein toller Ort, um zu beobachten, wie die Lichter durch die Nacht tänzeln, oder die Sterne am Himmelszelt zu zählen.
  • Öskjuhlíd
    Öskjuhlíd deutet auf einen Berg hin, der in einem Waldgebiet in nächster Nähe zu Reykjavík steht und für die meisten Besucher nur eine Gehstrecke entfernt ist. Dieser abgelegene Hügel präsentiert einen großartigen Aussichtspunkt für alle, die die Nordlichter sehen möchten.
  • Reynisvatn
    Ein kleiner, abgelegener See außerhalb der Stadt – Reynisvatn ist eine weiterer fantastischer Platz, um die Nordlichter zu jagen. Trotz der unmittelbaren Nähe zu Reykjavík, ist die Lichtverschmutzung minimal. Damit ist es der ideale Ort, um die Aurora Borealis zu beobachten.

Was sind die besten Plätze für Nordlichterbeobachtung außerhalb von Reykjavík?

Besucher, die die Nordlichter außerhalb der Satdt sehen möchte, haben eine Fülle an Möglichkeiten. Je weiter Sie von der Stadt wegkommen, desto besser werden Ihre Chancen, die Lichter zu entdecken.

Hier sind unsere Top-Standorte für eine Nordlichterbeobachtung:


Nordlichtertouren

admiring the auroras in iceland

Warum buchen Sie sich nicht eine Tour und kombinieren dabei die Aurora Boralis mit einer Abenteueraktivität, um sich Ihr beste Nordlichtererlebnis zu sichern? Arctic Adventures bietet eine Reihe von Nordlichtertouren an, die jedem Budget oder Wunsch gerecht werden.

Touren variieren von fünftägigen Exkursionen bis hin zu abendlichen Ausflügen, bei denen unserer Nordlichterjagd am beliebtesten ist.


northern lights iceland

Farbvariationen der Nordlichter

Die Nordlichter können die verschiedensten Farben annehmen, auch wenn Grün sdabei mit Abstand am häufigsten zu sehen ist. Die auftretende Farbe hängt von der Art des Gases und dem Energielevel ab, das die Sonnenpartikel enthalten.

Während grüne, gelbe und rote Auroras mit Sauerstoff zusammenhängen, entstehen blaue und lilafarbene Nordlichter durch Stickstoff. Die Farbtypen werden auch durch die Höhenlage beeinflusst. Verschiedene Höhen sorgen für unterschiedliche Energielevel und können Unterschiede bewirken – je größer die Höhe, desto höher das Energielevel.

Wenn der Zusammenstoß in relativ großer Höhe geschieht und die Intensitär des Sonnenwindes hoch ist, färben sich die Nordlichter rot. Grüne Nordlichter entstehen hingegen in geringeren Höhen, weniger intensiven Sonnenwinden und demzufolge niedrigeren Energieleveln.

Die blauen und lilafarbenen Nordlichter werden sehr selten gesehen. Dies liegt daran, dass die Nordlichter über den Schatten der Erde treten und dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt werden müssen. Dies Stellung kommt nur äußerst selten zustande, denn die Sonne müsste sich dafür leicht unter dem Horizont, in der sogenannten tiefen Grauzone, befinden.

Das Erscheinen derartiger Farben wird als „Resonanzstreuung“ bezeichnet und kann auch vorkommen, wenn das Licht der Sonne vom Mond reflektiert wird. Gelbe Nordlichter entstehen durch eine Kombination der verschiedenen Farben, die zuvor genannt wurden.


Die Aurora kann in vielen Formen auftreten. Die Grundformen sind Bögen, Kränze, zerstreute Formen und Drapierungen.

Die Drapierung ist die Form, die am häufigsten vorkommt und oft als flackernder Vorhang bezeichnet wird. Bögen haben Formen, die uns an Regenbögen erinnern und als kronenförmige Kränze wahrgenommen werden. Zerstreute Auroras werden selten gesehen und sie nehmen keine Form mit besonderen Merkmalen an. Weiterhin können sie ohne bestimmte Hilfsmittel nicht so leicht gesehen werden.

Wissenschaftler haben bis jetzt noch keine exakte Antwort auf die Frage gefunden, was die unterschiedlichen Formen verursacht. Jedoch wird vermutet, dass es etwas mit der Form der Elektronenquelle zu tun hat und der Art, wie diese Elektronen in unsere Atmosphäre eintreten. Ebenso beeinflusst die Position, an der eine Person steht, die Form der Nordlichter und macht sie damit noch unvorhersehbarer, denn zwei Personen können auf die gleiche Aurora blicken, dabei aber unterschiedliche Sichtkontakte haben.


how to dress for northern lights tour

Zu aller erst, wenn Sie Island und dessen Nordlichter besuchen möchten sollten Sie warme, wasserfeste Kleidung einpacken. Um sicher zu gehen, dass Sie die richtige wetterfeste Kleidung dabei haben werden, finden Sie hier alles über die Kleidung, die für Ihre Nordlichterjagd brauchen.

  • Warme Mütze
  • Dickes Paar Handschuhe
  • Basisschicht für Oberkörper
  • Isolierte Skijacke
  • Thermoeggings
  • Wasserfeste Softshellhose
  • Wollsocken
  • Winterstiefel
  • Wasserfester Rucksack
  • Thermoskanne und Essen – das Warten auf die Nordlichter kann hungrig machen!

Sobald Sie die nötige Bekleidung als auch Erfrischungen beisammen haben, ist es an der Zeit, das wichtigste Ausrüstungsstück einzupacken, Ihre Kamera!


Kameras, die die Auroras festhalten sollten, müssen in den manuellen Modus gebracht werden. Die Kamera muss eine hohe ISO-Einstellung ermöglichen. Ältere Kameras, fünf Jahre oder älter, sind bezüglich der ISO-Einstellung nicht so gut und werden daher kein hochqualitatives Foto produzieren.

Um das beste Foto zu schießen, sind lichtempfindliche Objektive essentiell, denn sie machen Panoramabilder mit einer großen Blende. Sie können auch schmalere, enganliegendere Objektive benutzen, jedoch eignen sich Weitwinkelobjektive für diese Art der Fotografie am besten.

Das Objektiv sollte außerdem über eine Fokusanzeige verfügen, da der Autofokus für das Fotografieren der Nordlichter eher unangebracht ist. Dieser sorgt nämlich dafür, dass einige Nuancen und subtile Details, die für die umwerfende Schönheit der Lichter verantwortlich sind, einfach verschwinden.

Wie Sie Ihre Kameraeinstellungen anpassen

How to take photos of Northern Lights

Sie sollten Ihre Kamera in den manuellen Modus stellen und die Blende sollte so offen wie möglich sein. Das heißt, je geringer die Blendenzahl, desto besser – wir empfehlen 1.4, 2.0 oder 2.8.

Die Verschlusszeit sollte anfangs auf 4 Sekunden gestellt werden, manchmal reicht auch eine kürzere Zeitspanne aus. Jedoch dauert es meistens nicht länger als 4 bis 15 Sekunden. Wir empfehlen Ihnen nicht, mehr als 20 Sekunden einzustellen, da das am Himmel den sogenannten ‘Tunneleffekt’ hervorruft.

Die ISO (fotosensitiv/sensitive) sollte anfangs auf ISO 800 eingestellt werden. Am häufigsten wird die ISO 800-3200 benutzt, aber je geringer die Zahl, desto höher ist die Qualität und die Farben sind besser. Scheuen Sie sich nicht davor, mit dieser Zahl herumexperimentieren – es hängt immer davon ab, wie stark die Lichter sind.

Wenn Ihre Kamera über einen Bildstabilisator oder Filter verfügt, sollten Sie diesen bitte abstellen, denn dieser könnte die Bildqualität beeinträchtigen. Als nächstes stellen Sie den Aufnahmemodus auf Unendlich/ Landschaft. Sollte es schwer sein, in dieser Situation einen Fokus zu finden, können Sie an einen Stern heranzoomen, diesen fokussieren und wieder zurückzoomen, dann sollte der Fokus stabil sein.

Anschließend positionieren Sie die Kamera auf einem Stativ und stellem den Weißabgleich auf AW (automatischer Weißabgleich). Die Aurora bewegt sich schnell und die Farben verändern sich zügig, deshalb ist diese Einstellung in dieser Situation die beste.

Die Grundlagen, um ein Foto zu schießen, sind also:

  • Stellen Sie die Kamera auf das Stativ und nehmen Sie alle Filter raus.
  • Stellen Sie den Bildstabilisator aus.
  • Die ISO sollte zwischen 800-3200 liegen.
  • Die Blende sollte so offen wie möglich sein.
  • Die Verschlusszeit sollte zwischen 4-15 Sekunden liegen.
  • Der Weißabgleich sollte auf ‚Automatischer Weißabgleich‘ (AW) eingestellt sein.
  • Nehmen Sie Ersatzakkus mit, da sie sich in der Kälte schnell entleeren!
  • Bringen Sie eine Taschenlampe mit, damit Sie sehen, was Sie machen, während Sie die Kamera einstellen.