← Menü schließen

Über isländische Vulkane

Alles was Sie wissen müssen über die isländischen Vulkane

Isländische Vulkane

Island ist das Zuhause von 32 Vulkan Systemen mit etwa 130 Vulkanen, 18 davon sind seit der Besiedlung der Insel 871 ausgebrochen. Manche Vulkane werden als ausgestorben angesehen, da sie seit über 10000 Jahren nicht mehr ausgebrochen sind und es auch nicht so aussieht als würde das nochmal passieren. Ein schlafender Vulkan ist einer, der in 10000 Jahren nicht ausgebrochen ist aber bei dem die Möglichkeit durchaus noch besteht. Es ist wichtig zu bedenken, dass diese Statistiken nicht universal sind. Manche Experten nutzen eine Zeitspanne von 4500 Jahren für schlafende Vulkane und manche unterscheiden gar nicht zwischen schlafend und ausgestorben. Andere nutzen völlig unterschiedliche Zeitspannen. Eins ist aber sicher: Island hat viele aktive, ausgestorbene und schlafende Vulkane! Sehen Sie unsere Vulkan-Touren.



Ja, Island ist sehr wohl eine Vulkaninsel! Die Insel entstand aus dem atlantischen Ozean vor etwa 18 Millionen Jahren, geformt durch extreme vulkanische Ausbrüche. Etwa die Hälfte der Oberfläche besteht aus Vulkanwüsten, die erst kürzlich entstanden sind. Ein drittel der Basalt Lava, die in der Geschichte ausgebrochen ist, entstand in isländischen Vulkanen.

Es gibt viele aktive Vulkane in Island. In der Zeit, in der dieser Bericht entstanden ist, gab es keine Ausbrüche, aber in einem Land, dass vulkanisch so aktiv ist wie Island, kann sich das jederzeit ändern. Es gab im 20. Jahrhundert alleine 39 Ausbrüche.

Es gibt mehrere Gründe, warum Island so viele aktive Vulkane hat. Die Kluft zwischen der eurasischen und nordamerikanischen Kontinentalplatte verläuft direkt durch Island, von Südwesten in Reykjanes bis zum Norden, auch bekannt als Kobeinsey Furche. Diese Furche verläuft über den Boden des Atlantiks, als Teil des längsten Gebirges der Welt. Es erstreckt sich von der mittleren arktischen Furche bis zum Nordosten Grönlands bis hin zur Bouvet Drillingsstruktur im Süd Atlantik. Es gibt vier Hauptzonen, die relevant für Island sind. Die westliche Furche, die östliche Furche, die nördliche Furche und die Tjörnes Bruch Zone. Besonders in der Region zwischen Hekla, Katla und Vatnajökull sorgt das Auseinanderdriften der Platten dafür, dass die Erde leicht aufreißt und Platz für große Ausbrüche macht.

icelandic-volcanoes

Der andere Grund, warum Island so viele aktive Vulkane hat, ist, dass es ein vulkanischer Hotspot ist. Geologen sind sich nicht immer einig, warum dies der Fall ist, denn mehrere Theorien sind möglich. Manche Experten behaupten, ein Erdmantel liegt direkt unter dem Zentrum Islands. Diese Hülle, oder auch sehr starker Auftrieb von extrem heißer Magma, entsteht direkt am Erdkernmantel, so wird es zumindest behauptet. Dies ist die einzige wirkliche thermale Grenze der Erde, die etwa 2880 Kilometer tief liegt. Ein super Ausbruch Schlot ist ein Kanal für einen abnormal heißen Fluss aus geschmolzenen Steinen, die von der thermal Grenze aus aufsteigen. Dieses Phänomen entsteht und wird gefördert durch den Abkühlungsprozess und Hitze Austausch, der entsteht, wenn sehr heißes Material aus dem Erdkern auf das kühlere Gestein des Mantels trifft. Die extreme Hitze und Energie, die dabei entsteht, ist dazu gezwungen, nach oben zu steigen! Diese Hüllen entstehen oft da, wo es keine Grenzen von tektonischen Platten gibt, obwohl Island natürlich diese Grenzen hat. Experten, die dieser Theorie folgen, akzeptieren ebenfalls, dass tektonische Platten ebenfalls einer der Gründe für die vulkanische Aktivität Islands sind. Die Größe der glühenden und festen Kruste an der Ægir und Kolbeinsey Furche gelten als Beweis für die Interaktion zwischen der Hülle und der Mittel-atlantischen Furche.

Die andere Theorie konzentriert sich auf bestimmte Muster der tektonischen Platte in bestimmten Bereichen, als einzigen Grund für die vulkanischen Hotspots. Die Art und Weise der Bewegung der eurasischen Platte zwischen Grímsvötn Vulkan und Surtsey, in Kombination mit der Bewegung der nordamerikanischen Platte zwischen dem Grímsvötn Vulkan und dem Snæfellsnes Vulkangürtel, wird als Hauptgrund angesehen.

Die meisten Vulkane in Island sind Zusammengesetzte- oder Schichtvulkane, die sich über weite Flächen erstrecken. Schildvulkane, die wie das Schild eines Kriegers geformt sind, sind auch oft zu finden. Der Ausbruch des Surtsey in 1963 ist ein gutes Beispiel für Schildvulkane. Außerdem gibt es Kessel Ausbrüche, wie zum Beispiel Askja und Herðubreið der National Berg von Island, besser bekannt auch als Königin der Berge! Der glorreiche Hekla ist ein Schichtvulkan. Es gab viele Spalten Ausbrüche, der bekannteste Ausbruch war der von Elgdjá, eine Spalte von Katla, die den voluminösesten Lavafluss in der Welt auslöste.

icelandic-volcanoes.eruptions

Bárðarbungu ist ein zentraler Vulkan mit massivem Kessel, der sich über 10 Kilometer erstreckt, dennoch bindet seine Struktur verschiedene Vulkanformen mit ein, wie zum Beispiel: Schild, Schicht, Tuya Formationen, radikale vulkanische Spalten und vulkanische Schluchten. Der Ausbruch 2014/2015, die das Holuhraun Lavafeld entstehen ließ, war tatsächlich ein Ausbruch einer Spalte zwischen Bárðarbungu und Askja.

Es gab sehr viele Ausbrüche bevor und seit Island besiedelt wurde. Viele der aktiven Vulkane in Island liegen unter den Gletschern. Diese Ausbrüche werden als Sub-Gletscher Ausbruch bezeichnet und kreieren massive und extrem zerstörende Gletscherfluten, bekannt als Jökulhlaups. Die Interaktion zwischen kochendem Magma und Gletschereis können einen so genannten Jökulhlaups herbei führen, unabhängig davon, ob die rot glühende Lava die Oberfläche des Eis‘ durchbrochen hat oder nicht. Während eines Sub-Gletscher Ausbruchs können Kessel (Senken, die durch das Schmelzen des Eis‘ entstehen) in der Oberfläche entstehen. Dies passierte während des Ausbruchs von Bárðarbungu in 2014. Manchmal fließt dieses Schmelzwasser in naheliegende Flüsse und lässt sie steigen aber es entsteht kein wirklicher Jökulhlaups. Dennoch wird oft das Schmelzwasser unter der Oberfläche des Gletschers eine Weile gespeichert, bevor das Eis nachgibt. Das führt dann zu einem Jökulhlaup. Dieser Fall trat 1996 während des Gjálp Ausbruchs ein, als das Schmelzwasser in einem See unter der Eisoberfläche über 5 Wochen gespeichert wurde. Dies sorgte für den größten jemals aufgezeichneten Jökulhlaup.

icelandic-volcanoes

Es ist nicht einfach die Auswirkungen eines Jökulhlaup zu beschreiben, da er anders als jede andere Flut ist. Viele Touristen behaupten, dass sie dieses Phänomen gerne einmal selbst sehen wollen, die Wahrheit aber ist, dass niemand in der Nähe sicher ist. Sollte Katla unter Mýrdalsjökull Gletscher ausbrechen, müsste ein Großteil der Südküste Islands evakuiert werden. Die Kleinstadt Vík ist mehr als 25 Kilometer von Katla entfernt, trotzdem würde im Falle eines Jökulhlaup lediglich die Kirche auf dem Berg oberhalb des Wassers bleiben. Riesige Schluchten wurden durch Jökulhlaups geformt. Der majestätische Àsbyrgi, ein massiver hufförmiger Canyon mit Wänden über 100 Meter hoch, wurde durch eine monumentale Gletscherflut vom nördlichen Vatnajökull geformt. Dabei wurde eine große Menge an Schmelzwasser durch einen Damm aus Eis zurückgehalten, bevor dieser zusammenbrach und alles mit sich riss, selbst Felsen so groß wie ganze Wohngebäude.

Die ersten Siedler in Island lebten direkt neben den Vulkanen ihres Heimatlandes. Daher ist es nicht überraschend, dass sie versuchten Vulkane zu verstehen und zu erklären, woher diese mysteriösen Feuer Giganten stammen. Einige charmanten und faszinierenden Legenden entstanden als die Menschen versuchten diese Phänomene zu verstehen. Diese Legenden zeigen außerdem einen großartigen Einblick in das Verständnis des Kosmos, dass die ersten Siedler Islands mit sich brachten.

Fast alle Einwanderer in Island waren Heiden, die die nordischen Götter anbeteten. Das Christentum kam erst relativ spät nach Island im Jahre 999 oder 1000. Die Konvertierung der Isländer von Heiden zu Christen war extrem friedlich. Bei der Ausrufung des Gesetztes und unter dem Häuptling Goði, Þorgeir Ljósbetningagoði þorkelsson, wurde das Christentum die offizielle Religion in Island. Der christliche König von Norwegen, Olaf Tryggvason, und seine Männer bedrängten die Isländer zu konvertieren und eine Vielzahl hatte das bereits getan. Dies sorgte für eine Spaltung der isländischen Bevölkerung, zwischenzeitig sah es so aus, als würde dies zu einem blutigen Bürgerkrieg führen. Viele Männer beider Seiten kamen bewaffnet nach Alþing, dem jährlichen Treffpunkt des isländischen Parlaments. Auf der Suche nach einer friedlichen Lösung begann þorgeir unter seinem Fellmantel zu meditieren. Für die Menschen dieser Zeit war das eine heilige Handlung, vergleichbar mit der Wichtigkeit eines großen Herren oder Schamanen auf der Suche nach übernatürlicher Weisheit für sein Volk. Aus seinem Mantel heraus machte er sich auf den Weg zum Lögberg (Gesetztesfels), auf dem er die wartende Menge überraschend ansprach.

Thingvellir-national-park-UNESCO-Iceland

Lögberg, Þingvellir National park

Lange Geschichte, kurzer Sinn, die offizielle Religion Islands wurde das Christentum, das Heidentum durfte aber privat weiterhin ausgeübt werden. Der heidnische Goðir, der ein wichtiger politischer und religiöser Vorreiter war, konvertierte einfach zum Christentum. Viele wurden direkt in þingvatn, dem See in der Nähe von Alþing in Thingvellir, getauft. Im alten Island war der Chief beides, ein politischer und spiritueller Leiter. Die Leitung konnte auch nur von denen übernommen werden, die der offiziellen Religion Islands folgten. Menschen Prisen Jesus Christus öffentlich und folgten den christlichen Bräuchen, aber wie schnell änderte sich die Sichtweise der Isländer wirklich? Der Glaube war untrennbar von ihrem Verständnis der Erde, dem Himmel, Vögeln, Fischen und den Kräften, die den Kosmos kontrollieren. Dieser Glaube, half ihnen in Frieden und Harmonie zu leben. Manche Sagen, Geschichten und Legenden helfen uns, einen Einblick in die Welt vor vielen Jahrhunderten, zu werfen.

Dies ist der einzige Vulkan in dem Sie einen Fahrstuhl in das Herz der Magmakammer nehmen können. Das ist nur in Island möglich. Der Þríhnúkagígur Vulkan brach das letzte Mal vor etwa Viertausend Jahren aus. Die Magmakammer ist seitdem verschlossen, die heiße Magma ist verschwunden und der Vulkan ist wirklich schlafend. Vulkanologe, Haraldur Sigurðsson sagt, dass es so ist, als hätte jemand den Stöpsel gezogen und das Magma wäre einfach abgeflossen. Das Magma wurde also zu soliden Wänden der Kammer oder aber ist zurück in die Tiefen der Erde geflossen.

Into-the-volcano-Iceland

Alles über Thrihnukagigur

Der Þríhnúkagígur Vulkan ist etwa 25 Autominuten von Reykjavik entfernt nicht weit von Hafnarfjörður im Bláfjöll Nationalpark. Vom blauen Berg Treffpunkt (Bláfjöll) ist es eine 2 km lange Wanderung über das Lavafeld zum Eingang.

Þríhnúkagígur bedeutet drei Spitzen Krater, was genau die Sicht beschreibt. Die drei Spitzen des Kraters sieht man im Bláfjöll Nationalpark am Horizont. Höhlenforscher, Àrni B Stefánsson, Islands höchst dekorierter Höhlenforscher, entdeckte diesen Krater in 1974. Es war ein sehr langer Kampf, für die Erlaubnis diesen Ort der Allgemeinheit zu eröffnen. Touren in die Magmakammer sind seit 2012 erlaubt, mit extremen umweltschützenden Richtlinien. Von Mai bis September werden diese Touren durchgeführt, den Rest des Jahres müssen alle Spuren, wie das Besucherzentrum, mit seiner gemütlichen Rezeption und Erfrischungshütte vollständig von der Landschaft entfernt wird.

Die Art von Fahrstuhl, die zum Reinigen von Hochhausfenstern und in die etwa sechs bis sieben Leute gleichzeitig passen, wird genutzt, um die Teilnehmer in die Kammer zu bringen. Sicher angeschnallt und mit Helmen und Minenlampen ausgestattet sinken Sie langsam auf einer 6-minütigen Reise hinunter. Dabei haben Sie die beste Sicht, um dieses Naturwunder zu bestaunen.

Die Magmakammer ist riesig, mit einer Größe von mehr als drei Basketballfeldern. Reykjavik‘s berühmte Hallgrímskirkja Kirche oder die Freiheitsstatue könnten darin stehen. Die Tiefe beträgt 213 m und Besucher werden von den einzigartigen Farben in der Kammer beeindruckt.

Nicht nur als Ort für unsere Tour, Im Herzen der Vulkane, die Teilnehmer runter in die Magmakammer führt, sondern auch als Konzertsaal für berühmte Musiker diente diese surreale Atmosphäre. Die isländische Band Kaleo, nahm „Way down we go“ innerhalb der Magmakammer auf, mit einer einmaligen Akustik! Als Chino Moreno, Sänger und Gitarrist der Rockband Deftones, ein Konzert in Hríhnúkagígur als Teil des geheimen Solstice Festivals in 2016 spielte, wurde es von BBC ausgestrahlt und brachte Þríhnúkagígur auf die Weltbühne.

Eine Steigerung in der Schwere und Häufigkeit von Erdbeben geht einem Vulkanausbruch voraus. „Die Trolle machen Liebe“ ist ein altes isländisches Sprichwort, dass benutzt wird, wenn man ein Erdbeben spürt. Trolle sind Bergbewohner.

Es wurde oft gesagt, dass Männer des Gebets die Elemente kontrollieren konnten, die Richtung der Lava beeinflussen und die Windrichtung ändern konnten, um Farmen und Dörfer zu retten.

Als Feuermassen (Eldmessa) am 20. Juli 1783 mit Lava vom Laki Ausbruch der Kirjubæjarklaustur Kirche sehr nah kamen, hielt Pastor Jón Steingrímssson seine berühmte Feuermesse. Der unaufhörbare Lavastrom, der die Stadt bedrohte stoppte während der Messe. Seither ist er bekannt als der „Pastor des Feuers“.

Laki-volcano

Laki eruption area – Photo by David Huguet

Hekla, dessen Name vom „häkeln“ kommt, einem ärmellosen Kleidungsstück, das der Form von Hekla und den umliegenden Wolken ähneln soll. Interessanterweise, auf isländisch „zu häkeln“ heißt „að hekla“, es scheint also, als gäbe es zumindest eine sprachliche Verbindung hier. Im Mittelalter behaupteten viele, dass Hekla das Tor zur Hölle auf Erden ist. Es war der Ort zu dem die Seelen von Kriminellen, die Ungläubigen und diejenigen, die grausam ertrunken oder gestorben sind, gingen und ihre Teufel und Dämonen auf dem Rücken trugen. Aus allen Richtungen konnte man die grausamen Schreie dieser gequälten Seelen hören. Es wird behauptet, dass der Teufel das Eis mit den Seelen deckte, um Sie zwischendurch abzukühlen, während sie im Höllenfeuer schmorten.

Hexen, die ihre Treffen auf Hekla abhielten, sagten, dass sie Gruppen von teuflischen Gestalten im Feuer des Kraters sehen konnten. Außerdem wird gesagt, dass schwarze Raben mit Eisenschnäbeln um die Feuer des Hekla flogen. Die Hexen waren sich sicher, dass der Teufel zwischen diesen Raben flog. Es gibt immer noch die Legende, dass bis heute Hexen sich auf Hekla zu Ostern versammeln.

Hekla „das Tor zur Hölle“. Im Mittelalter bezeichneten Europäer Hekla oft so, was ihre Angst vor einem Ausbruch dieses Vulkans zeigte. Im 16. Jahrhundert schrieb ein deutscher Gelehrter, Casper Peucer, dass die Tore der Hölle im „Bodenlosen Abgrund Heklas“ gefunden werden können.

katla-volcano-island

The eruption of 1918

Katla hat den Namen einer bekannten Hexe, die Haushälterin der Abbot von Þykkvabæjarklaustur war. Sie war eine große und unausgeglichene Frau, die ein Paar magische Hosen besaß. Wenn sie diese trug, konnte sie schneller als der Wind laufen, ohne jemals müde zu werden. Viele hatten Angst vor Katla und hielten Abstand. Barði war der Schäfer der Aboot’s und in Katlas Augen konnte er nichts richtig machen und kam ihr oft in die Quere. Eines Tages als Barði die Schafe nicht finden konnte, hatte Katla ihm befohlen sie zu finden. Er war so verzweifelt, dass er ihre magischen Hosen anzog. Mit diesen Hosen war er schneller als der Wind und hatte schnell alle Schafe nach Hause gebracht. Als Katla zurückkam wusste sie, dass er ihre Hosen getragen hatte und ihre Wut kannte keine Grenzen. Also ertränkte sie ihn in einem Trog Molke, der so groß war, dass sein gesamter Körper bis zum Boden sank. Sie errichtete eine Illusion, jedes Mal, wenn sie in die Nähe des Trogs ging, konnte Menschen hören wie sie „bald wird Barði erscheinen“ flüsterte. Natürlich wusste sie, dass er das nicht konnte. Als ihr klar wurde, dass ihr Geheimnis bald rauskommen würde, zog sie ihre Hosen an und rannte zum Mýrdalsjökull, wo sie in einen Canyon sprang. Seither wird dieser Canyon als Katla’s Canyon bezeichnet. Eine riesige und schlimme Gletscherflut entstand kurz danach und überschwemmte die gesamte Südküste. Daher wird der große und furchterregende aktive Vulkan unter Mýrdalsjökull Katla genannt und Menschen reden von den üblen Machenschaften von Katla, der bösen Hexe.

Snæfellsjökull und Jules Verne’s Roman, „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“. Der Eingang zum Mittelpunkt der Erde liegt im Herzen des Snæfells Schichtvulkans unter dem Snæfellsjökull Gletscher.

Bárðarbunga brach 870 aus. Einige Gelehrte sagen, dass diese riesige Explosion zu der Zeit als Island besiedelt wurde, die beschriebenen Bilder in Völuspá, dem ersten und bekanntesten Gedicht der poetischen Edda, beeinflusste. Dieses Gedicht beschreibt die nordische Version der Weltentstehung und Ragnarök, dem großen Kampf zwischen den nordischen Göttern, die die Welt zum Einsturz brachte. Die Szenen der Zerstörung in Ragnarök beinhalten die Welt unter Wasser, massiven Klimawandel, dass die Sonne schwarz wird und das die gesamte Welt verbrennt.

Der starke Ausbruch in 870 (VEI4) des Feuergiganten Bárðarbungu, sorgte für eine katastrophale Gletscherflut, Erdbeben, laute Explosionen und dampfend heiße rote Lava mit Asche, die die Atmosphähre verdunkelte und den Klimawandel herbeiführte. Natürlich, ist die Geschichte, die in Völuspá erzählt wird, eine ernste und begann lange vor dem Ausbruch in 870. Es wäre allerdings keine Überraschung, wenn der Autor sich von diesem Ausbruch hat inspirieren lassen, als er über das Ende der Welt schrieb. Diese Geschichten wurden über Generationen hinweg weitererzählt. Völuspá kann man ebenfalls in Englisch erwerben, der englische Titel ist „The Prophecy“. Eine Vorhersage oder Prophezeiung über das Schicksal der Götter, der Erde und des nordischen Gottes Oðinn. Sie beginnt am Beginn der Zeit, wo Riesen sich aufbäumten und endet bei Ragnarök. Immer wieder stoppt sie und fragt Oðinn: „Möchtest du mehr wissen?“. Sie ist immer dazu bereit weiter zu machen, bis zum Schluss in Ragnarök. Dieses wunderschöne Gedicht war Grundlage für viele Diskussionen und Konferenzen, bei denen erforscht wurde, ob diese Ereignisse tatsächlich stattgefunden haben.

Isländische Vulkanausbrüche

icelandic-volcanoes.eruptions

Fimmvörðuháls ist der Sub-Gletscher Ausbruch, der nur ein paar Tage vor Eyjafjallajökull in 2010 stattfand. Eine Spalte von 500 Metern öffnete sich am nördlichen Ende vom Fimmvörðuháls Pass, gleich neben dem Wanderweg zwischen Þórsmörk und Skógar. Zwei neue Krater wurden geformt, Móði und Magni, nach den zwei Söhnen von Þór, dem Gott des Donners, benannt. Das neue Lavafeld heißt Goðahraun.

eyjafjallajokull-glacier-volcano-iceland

Photo from Signý Ásta Guðmundsdóttir

Eyjafjallajökull ist der Schichtvulkan, der die Zungen, der Nachrichtensprecher verdrehte, als sehr feine Asche nach dem Ausbruch in 2010 den internationalen Flugverkehr lahmlegte. Ende Februar zeigten ungewöhnliche seismische Aktivitäten und eine schnelle Erweiterung der Erdoberfläche, dass sich die Magmakammer füllte. Am 14. April 2010 erfolgte dann der Ausbruch unterhalb der Eisdecke. Das Ergebnis war ein Jökulshlaup, der die Flüsse zum Überlaufen brachte und 800 Menschen evakuiert werden mussten. Elektrische Stürme produzierte eine spektakuläre Lichtershow. Diese wurden begleitet von lauten Explosionen, als das Schmelzwasser in den Vulkankrater floss. Das Eis und kalte Wasser brachten die Lava dazu extrem feine Silicium Partikel zu entwickeln, die extrem schädlich für Flugzeuge sind. Die superfeine Asche wurde ungewöhnlich hoch in die Atmosphäre geschleudert. Dort brachte der Wind sie dann in die beschäftigtste Luftverkehrszone der Welt.

eyjafjallajokull-glacier-volcano-iceland

Photo from Signý Ásta Guðmundsdóttir

Eyjafjallajökull brach ebenfalls in 1612 und zwischen 1821 und 1823 in einer Serie von Ausbrüchen aus. Es gab mittel schwere Jökulhlaups und die Asche beinhaltete eine ungewöhnliche Menge an Fluor, das ab einer bestimmten Menge extrem giftig für Menschen und Lebewesen ist.

Snæfellsjökull ist drei Mal in der Geschichte ausgebrochen, etwa vor 9000 Jahren, vor 4000 Jahren und vor etwa 1750 bis 1800 Jahren.

Eldfell auf Heimaey/Vestmannaeyja begann am 23. Januar 1973 mitten in der Nacht auszubrechen, was die schockierten Bewohner von Heimaey aufweckte. Zu der Zeit wusste man noch nicht sehr viel über dieses vulkanische System. Es ist bekannt, dass eine gewisse vulkanische Aktivität unter dem Meer der Westmänner Inseln in den letzten Tausend Jahren bestand. In der fraglichen Nacht, Eldfell, eine neue vulkanische Kuppe, wurde geformt. Die größte Sorge war, dass der Lavafluss den Eingang zum Hafen beeinflussen könnte, der essenziell für die Besiedlung zum Fischen war. Die ideenreichen Bewohner pumpten Meerwasser auf die Lava, die dadurch ihren Fluss veränderte, und somit den Hafen und die Wirtschaft der Insel bewahrten. Es gab extremen Ascheregen und die Bewohner mussten zeitweise evakuiert werden.

volcano-heimaey-iceland

Surtsey ist der Name, dem man einer anderen Insel gab, die durch einen Vulkanausbruch entstand. Dieser Vulkanausbruch begann 130 m unter dem Meeresspiegel, bevor er die Oberfläche am 14. November 1963 bis zum 5. Juni 1967, durchbrach. Die Insel hat eine Fläche von 1,3 km2 und ist 155 m hoch am höchsten Punkt. Die Entwicklung von Lebensformen auf der Insel wird durch Botaniker studiert. Unterwasser Ventile, die Surtsey produzierten sind Teil des Vestmannaeyja Unterwasser Vulkansystems. Dieses System hat ebenfalls andere Inseln wie zum Beispiel Jólnir, hervorgebracht.

surtsey-eruption-iceland
Surtsey-island-iceland

Photo from 16 days after the eruption started to appear on surface

Bárðabunga ist ein Sub-Gletscher Schichtvulkan und der zweit höchste Berg in Island, gelegen im nordwesten von Vatnajökull. Man weiß, dass dieser riesige eisgefüllte Krater mit unglaublicher Feuerkraft gleich unter dem Eis schlummert. Dennoch, aufgrund der extremen Abgelegenheit, war bisher nur wenig über diesen Vulkan bekannt. Der eisgefüllte Krater umfasst etwa 80 km2, 10 km Durchmesser und 700 m Tiefe. Das Bárðabunga Vulkansystem ist sehr komplex, Forschungen haben gezeigt, dass viele Schichten Auswurfmaterials, aus anderen Vulkanen via dieses Vulkans ausgebrochen sind. Der Gjálp Ausbruch in 1996 zeigt die Interaktion zwischen Bárðabunga und Grímsvötn. Der nahe gelegene Hamarinn Vulkan (Loki-Fögrufjöll), wie auch andere Vulkane, haben nicht ihre eigenen Krater, sondern es ist unabhängig von Bárðabunga und dennoch mit dem Spaltensystem verbunden. Dieses riesige und komplexe System erstreckt sich vom südwesten des Hochlands zwischen Vatnajökull und Mýrdalsjökull bis hin zum nordosten in Dyngjufjöllur.

icelandic-volcanoes

Der größte Ausbruch von Lavaflüssen kam vom Bárðabunga vor etwa 8500 Jahren. Es erstreckte sich über eine Fläche von etwa 950 km2, während es südwestlich aus dem Hochland ins Meer zwischen dem Ölfusár und Þjórsár Fluss, floss und radikal die Küste veränderte. Die Menge an Lava war größer als die vom Skaftáreldum und Eldgjá Ausbruch zusammen.

Einige große Ausbrüche südwestlich von Bárðarbungu passierten vor der Besiedlung Islands. Im Jahre 870, als die ersten Siedler ankamen, fand der Vatnaöldur Ausbruch statt. Später gab es einige Ausbrüche im Nordosten des Gletschers in einer Region namens Dyngjuháls. Im 13. Jahrhundert floss eine große Menge Lava (etwa 180 km3) von Frambruni aus.

Um 1480 fand der größte aufgezeichnete Vulkanausbruch Islands, Veiðivötn, statt. Bisher ist dieser der einzige bestätigte VEI6 Vulkanausbruch in Island. 1997 gab es einen kleinen Lavafluss in der heute bekannten Region Holuhraun, die auch Ort der größeren Eruption in 2014/2015 war. Zwischen 1701 und 1740 und auch um 1780 rum, fanden einige Ausbrüche unter dem Gletscher von Bárðarbungu Krater oder nordöstlich davon statt. Es gibt Beweise für einige Jökulhlaups in Jökulsá á Fjöllum (Fluss) von 1717, 1726 und 1729. In 1910 gab es einen Ausbruch im Bárðarbungu System, wahrscheinlich aus Grímsvötn.

Im August 2014 erwachte Bárðarbungu zum Leben und verursachte Erdbeben die über 48 Stunden dauerten, manche mit einer Schwere von über 4,5. Ein Ausbruch begann unter dem Gletscher am 24. August, der allerdings nicht durch die Eisdecke brach. Dieser Bericht wurde später nachgeforscht und aufgrund von Schmelzstellen bestätigt. Abgesehen von dem Gletscher zwischen Bárðarbungu and Askja, entstand ein neuer Spaltenausbruch am Morgen des 29. August, gefolgt von einem weiteren Ausbruch um 04 Uhr am 31. August Richtung Dyngjuháls in Holuhraun. Der Ausbruch endete offiziell am 28. Februar 2015. Erhöhte Zahlen von Erdbeben um Askja begleiteten den Ausbruch und zeigen eine Interaktion zwischen den Systemen. Wissenschaftler gehen diesen Theorien weiterhin nach. Der Ausbruch von Gjálp in 1996 zeigt auch eine mögliche Verbindung mit dem Grímsvötn System.

Askja erupting in 1961 – Photo from Reynir Zoega

Grímsvötn ist ein Basalt zentrischer Vulkan im Hochland von Südost Island unter Vatnajökull, der häufiger als jeder andere Vulkan Islands ausgebrochen ist. Die meisten Ausbrüche finden unter dem Gletscher statt. Das System erstreckt sich über mehr als 100 km vom Südwesten bis in den Nordosten und ist mehr als 20 km breit und ist damit der längste Vulkan Islands. Vor modernen Aufzeichnungen, aufgrund seiner Aktivität, wussten Menschen nur sehr wenig über diesen Vulkan. Der Krater ist etwa 650 m tief und der See in der Mitte ist einer der außergewöhnlichsten geologischen Formationen der Welt. Alle paar Jahre bricht die Eisdecke und verursacht eine große Flut, bekannt als Skeiðarárhlaup, die entsteht, wenn der See mehr als 100m sinkt, was ein plötzliches Sinken des Drucks auslöst und damit viele Erdbeben auslöst. Manchmal passiert dies ein paar Wochen nach dem Ausbruch, wenn die Kapazität des Kraters für Schmelzwasser überfordert ist. Obwohl der Ausbruch gestoppt hat, haben Geologen eine Flut vorausgesagt und die Straßen geschlossen. Mindestens 9 Ausbrüche fanden im 20. Jahrhundert statt, obwohl es keine zwischen 1938 und 1983 gab. Es gab Ausbrüche in Jahre 1996, 1998, 2004 und 2011. Der letzte Ausbruch war viel größer als vorausgesagt.

grimsvotn-eruption-iceland

Photo of the eruption in 2011

Katla ist einer der größten und aktivsten Vulkane Islands. Dieser Vulkan hat einen riesigen Krater von 100 km2 unter dem Eis des Mýrdalsjökull Gletschers, der bis zu 700 m dick ist. Schätzungen von Katla’s Schmelzwasserkapazität während des Ausbruchs in 1755 liegen zwischen 200.000 und 400.000 m3/s. Das ist mehr als die durchschnittlichen Wassermengen des Amazonas, Missippis, Nils und Yangtze zusammen. Zwischen dem Ende des 9. Jahrhunderts und 2017 gab es mehr als 20 bestätigte Ausbrüche. Der letzte große Ausbruch war 1918. Bisher lag die Zeit zwischen Ausbrüchen bei 13 bis 99 Jahren, also ist ein Ausbruch mehr als überfällig! Es ist wahrscheinlich, dass es einige kleine Ausbrüche, die nicht durch die Eisdecke gekommen sind, 1955, 1999 und 2011 gab. Auswurfmaterial von vor etwa 10600 Jahren wurde in Norwegen, Dänemark und Schottland gefunden. Diese werden vermutet, stammen aus einem großen Ausbruch Katla’s, der etwa 6 bis 7 km3 vulkanisches Material produzierte. Zum Vergleich der Ausbruch 1918 brachte bloß etwa 700 m3 hervor.

katla and eyjafjallajokull

Lagekreis Studien zeigen, dass Katla einen kleinen Ausbruch zwischen 894 und 898 hatte, nicht lange nach der Besiedlung Islands. Dem folgte ein mittlerer Ausbruch im Jahre 920. Der Eldgjá (Feuer Canyon) Ausbruch, 934, stammte aus dem Katla Vulkansystem, mit einem Auswurf von erstaunlichen 18 km3 Magmas, die größte Basaltflut in der Geschichte. Dies wurde als VEI5 oder sogar VEI6 eingestuft. Eine friedlichere Zeit mit Ausbrüchen in 1100, 1179, mit der Folge eines Jökulhlaups, der einige Farmen um Höfðabrekka í Mýrdal zerstörte, und eines weiteren Ausbruchs in 1245, folgte.

Katla’s Ausbruch in 1262 war der Größte seit über 330 Jahren. Die Größe war vergleichbar mit der von 1918. Es wird gesagt, dass Asche die Sonne verdunkelte und vulkanisches Material 10 cm hoch und 30 km weit weg vom Vulkan lag. Im Jahre 1357, nach einer 95 jahrelangen Pause, folgte ein mittlerer Ausbruch, der große Teile Mýrdals mit Vulkansche überzog. In 1416, gab es einen größeren Ausbruch, über den gesagt wird, dass er ein Tal in den Gletscher brannte.
Es gibt Beweise, dass ein paar kleine Ausbrüche zwischen 1440 und dem Ende des 15. Jahrhunderts stattfanden. 1500 gab es einen großen Ausbruch, der Richtung Westen auf die Reykjanes Halbinsel floss und das Gebiet mit Vulkanasche überzog. Es ist wahrscheinlich, dass es ebenfalls eine daraus resultierende Flut gab. 1580 brach Katla wieder aus. Obwohl dieser Ausbruch kleiner war, besagen Quellen, dass man ihn aus vielen Kilometern Entfernung in Hafnafjörður hören konnte. 1612 gab es einen weiteren kleinen Ausbruch.

katla-volcano-iceland

Am Morgen des 2. Septembers 1625, gab es einen starken Ausbruch der 12 Tage andauerte. Insgesamt wurden 18 Farmen in Skaftártungu zerstört und der folgende Jökulhlaups richtete großen Schaden im Þykkvabær Districkt an. Eine große Menge Lava floss während der ersten Nacht und des folgenden Tages. Das ominöse Krachen und Explodieren des Gletschers konnte man lauter hören als jemals zuvor! Ein detaillierter Bericht dieses Ausbruchs wurde von Þorsteinn Magnússon, dem Sheriff in Þykkvabær, geschrieben und erhalten. In 1660 folgte ein mittlerer Ausbruch über eine Zeit von 2 Monaten, der erhebliche Schäden anrichtete und die Kirche in Höfðabrekku zerstörte.

Am 11. Mai 1721, gab es einen weiteren größeren Ausbruch. Während des Morgens konnte man Erdbeben durch die gesamte Region hören, die dann gegen Mittag durch den Ausbruch abgelöst wurden. Eine schnelle Jökulhlaup flutete komplett Mýrdalssandur auf dem Weg zum Meer, was dafür sorgte, dass der Meeresspiegel bis nach Grindavík anstieg und Meeresströmungen veränderte und Schiffe zerstörte. Die Küste war für immer verändert. In Hvalfjörður mussten die Menschen Licht anmachen, um Essen zu können, so stark verdunkelte der Ascheregen die Sonne. Fünf Tage später erreichte die Finsternis auch die Menschen in Eyjafjörður ein paar Hundert Kilometer entfernt. Der Ausbruch war während der ersten Woche am Aktivsten aber endete nicht vor dem Herbst.

1755, begann die größte Explosion seit 800 Jahren aus Katla’s Eldgjá, nachdem starke Erdbeben unter dem Gletscher rumorten. Der Ausbruch bezog sich vor allem auf den Osten, was große Schäden in Àlftaveri, Skaftártungl und weiteren Regionen anrichtete. Der Jökulhlaup war groß aber kleiner als der in 1721. Zwei Menschen starben durch Blitzschläge der Elektrischen Stürme, die dem Ausbruch folgten.

Am 26. Juni 1823 gab es einen etwas kleineren Ausbruch. Der daraus folgende Jökulhlaups war schwerwiegender als der Ausbruch selbst und beschädigte vor allem Àfltaveri.

Am 8. Mai 1860 bebte die Gegend um Katla wieder einmal mit starken Erdbeben und einem kleinen Ausbruch der nur etwa drei Wochen dauerte. Das ausgestoßene Material und die folgende Flut beeinträchtigten Glückerweise keine Siedlungen.

Am 24. Oktober 1918, der letzte bestätigte Ausbruchs Ketlas, hatte eine Dauer von 24 Tagen. Diese VEI4 oder VEI 5 Explosion spuckte etwa 700 m3 vulkanisches Material aus, das weit über das Land verteilt wurde. Eine der größten Fluten, seit Besiedlung des Landes entstand und ertränkte Schafe, Pferde und Land rund um Àfltaveri.

Katla eruption in Iceland

Wie bereits erwähnt, abgesehen von kleinen Ausbrüchen unter dem Gletscher, ist Katla seit nun mehr 99 Jahren nicht mehr ausgebrochen und übersteigt somit die bisherige 95 Jahr Spanne zwischen Ausbrüchen. Wissenschaftler beobachten Katla sehr genau und Zeichen deuten darauf hin, dass ein Ausbruch sehr wahrscheinlich ist. Ein Notfallplan existiert bereits.

Der Berg Hekla ist ein vergleichsweise junger Berg aus Lava und Auswurfmaterialien, der auf einer Spalte auf der Süd isländischen Seismischen Zone und der östlichen Vulkanzone steht. Seine Struktur liegt zwischen einem Schichtvulkan und einer Kraterreihe, was sehr ungewöhnlich ist. Die Heklugjá Spalte ist 5,5 km lang und öffnet sich vollständig während großen Ausbrüchen. Die Spitze der Magmakammer wird auf etwa 4 km unter der Erde vermutet. Ausgebrochenes Material besteht zu großen Teilen aus Florin, einem giftigen Material für Lebewesen.

Hekla-Volcano-Iceland

Vor der Besiedlung Islands gab es einen großen Ausbruch, vor etwa 7000 Jahren (H5), vor 4000 Jahren (H4) und vor 2900 Jahren (H3). Alle produzierten eine große Menge Asche und Geröll, die bis zu 80 % Islands bedecken. H3 war die größte Explosion mit 7,3 km3 Vulkanmaterial in der Atmosphäre. Die Temperatur in Nordeuropa war erheblich kühler für mehere Jahre danach und Bäume zeigen, dass es über 10 Jahre keinerlei Wachstum gab.

Hekla-Volcano-Iceland

Heklas erster Ausbruch nach der Besiedlung kam im Jahre 1104. Dieser VEI5 Ausbruch schleuderte etwa 2,5 km3 Vulkanasche in die Luft, die etwa 20 Farmen in Þjórsárdalur einem Tal 15 km entfernt, zerstörte. Eine dieser Farmen, Stöng in Àrnessysla, wurde ausgegraben und wieder aufgebaut. Dieser außergewöhnlich gut erhaltene und einzigartige Fund bietet einen faszinierenden Einblick in das isländische und nordische Leben im 11. und frühen 12. Jahrhundert. Dieser Ausbruch brachte die zweit größte Aschewolke hervor, seit der Besiedlung Islands und sorgte dafür, dass Hekla in ganz Europa gefürchtet wurde. Der Ascheregen war so stark, dass Isländer diesen Winter als Sand Winter bezeichnen!

Es gab kleinere Ausbrüche in 1158, 1206 und 1222, als die Sonne ungewöhnlich rot schien, aufgrund der Asche die extrem hoch in die Atmosphäre geschleudert wurde. Es wird behauptet, dass es einen weiteren Ausbruch in 1294 gab, aber bisher wurden keine geologischen Beweise gefunden. Hekla’s VEI4 Ausbruch im July 1300 schleuderte eine zerstörende Menge von 30 km3 in die Luft. Die Asche flog nach Norden und war zerstörerisch für alle Farmer in Fljót und Skagafjörður. Es folgte eine extreme Hungersnot, bei der viele Menschen starben. 0,5 km3 vulkanisches Material wurde produziert im Vergleich zu den 0,3 km3 produziert während des Eyjafjalljökull Ausbruchs in 2010.

1341 gab es einen kleineren Ausbruch, der Lebensmittel und viele Farmen zerstörte. Im Winter 1389/1390 gab es einen Ausbruch Hekla’s, der erheblichen Schaden an der Skarð Farm anrichtete. Quellen sind sich uneinig, ob es eine weitere Explosion in 1440 gab. Obwohl es einen Ausbruch in der Nähe von Rauðöldur gab, scheint diese Lava nicht von Hekla zu stammen.

Am 25. Juli 1510 gab es einen sehr gewaltsamen VEI4 Ausbruch. Explodierende vulkanische Felsen wurde bis zu 40 km westlich in Vörðufell gefunden. Rangárvellir, Holt und Landeyjar wurden komplett durch Vulkanasche bedeckt und ein Mann starb in Landesveit. Ein Ausbruch in 1554 floss südwestlich von Hekla und entwarf ein 10 km2 großes Lavafeld, Pálssteinshraun genannt. Ein weiterer VEI4 Ausbruch vom 3. Januar 1597, der ein paar Monate andauerte, verursachte nur wenig Schaden. Beschreibungen jedoch waren dramatisch. Es wurde beschrieben, dass 18 Feuer gesehen wurden und von Skálhalt aus sah der Berg wie eine große Flamme aus.

Im Mai 1636 gab es einen kleinen Ausbruch, der mehr als ein Jahr andauerte und Lebensmittel in der gesamten Region zerstörte. Am 13. Februar 1693 begann einer der schlimmste VEI4 Ausbrüche in Hekla. Dieser schleuderte Vulkanasche in den Nordwesten, zerstörte Farmen und ließ Schafe weitflächig erkranken. Die Fische in den Flüssen wurden getötet und eine große Anzahl Vögel starb. Der Schaden war groß in Landsveit, Hreppar und Tungum. Asche wurde in Norwegen gefunden und regnete auf den Atlantik runter. Zwischen 1766 und 1768 gab es einen weiteren VEI4 Ausbruch in Hekla, der wieder Fisch und Lebensmittel zerstörte.

hekla volcano

Hekla war ruhig, für 60 Jahre, bis 1845 ein erneuter Ausbruch stattfand. Die Farm in Næfurholt musste evakuiert werden, während Flüsse in der Gegend heiß wurden und die Fische töteten. Das Gras wurde giftig, wodurch Landvieh starb und viele starben. Asche beeinträchtigte die Routen von Segelschiffen zwischen Orkneys und den Shettland Inseln bis nach Großbritannien. 1878 und 1912 gab es weitere kleine Ausbrüche. Am 2. März 1947 begann ein massiver Ausbruch, gefolgt von starken Erdbeben. Die Geräusche des Ausbruchs konnten in ganz Island gehört werden und die Asche wurde bis zu 30 km hoch geschleudert. Riesige vulkanische Felsen mit einer halben Tonne Gewicht konnten bis zu 4 bis 5 km weit weg gefunden werden.

Das war das erste Mal, dass ein ausbrechender Vulkan wissenschaftlich in Island untersucht wurde, obwohl unglücklicherweise ein Wissenschaftler dabei starb. 1970, 1980/81,1991 und 2000 gab es weitere kleine Ausbrüche.